Eine digitale Zeitreise: Flash
Bevor das Web glatt, schnell und vorhersehbar wurde, war es wild: verspielt, experimentell und blinkend.
Das Animationsprogramm Flash war ein Medium für frühe Memes, Games und Animationen – und für ein Internet voller digitaler Eigenwilligkeit. Mit dem Ende von Flash 2020 verschwand auch ein Stück Netzgeschichte. Studierende der Zeitbasierten Medien (ZBM) an der Hochschule Mainz gehen als Medienarchäolog:innen auf Spurensuche und machen in kurzen Videos verlorene Webwelten wieder sichtbar.

Ausstellungen
Über das Mainzer Webarchiv
Ein Projekt des Studiengangs Mediengestaltung an der Hochschule Mainz
Das Internet vergisst nichts? Von wegen!
Das Internet vergisst ununterbrochen, und oft leider das Wichtigste, was es hervorgebracht hat. Der langfristige Erhalt von Inhalten aus dem Web und Social Media findet bisher nur bruchstückhaft und unorganisiert statt – gerade in Deutschland.
Dabei findet die gesellschaftliche Kommunikation inzwischen zu einem großen Teil in diesen Medien statt. So könnte zukünftigen Generationen unsere Zeit als eine „dunkles Zeitalter“ erscheinen, über das man nur wenig weiß, weil die Dokumente fehlen.
Das Mainzer Webarchiv will das ändern und hat im Sommersemester 2024 begonnen, digitales Kulturgut zu beforschen. Im Seminar „Webarchivierung und Webpräsentationen“ bei Prof. Dr. Tilman Baumgärtel wurden repräsentative Websites aus Mainz und Umgebung aus Vergangenheit und Gegenwart ausgewählt, die von der „Wayback Machine“ des amerikanischen Internet-Archives (www.archive.org) archiviert worden waren. Deren Geschichte und Gestaltung wurde von Mediendesign-Studierenden untersucht und analysiert, und die Forschungsergebnisse in einer Online-Ausstellung präsentiert.
In Zukunft sollen weitere Ausstellungen zur Webkultur der Region, aber auch zu anderen Internet-Themen stattfinden.



